|
Ausgabe |
|
|
|
Datum |
|
27.02.1997 |
|
Ressort |
|
LOKALAUSGABE |
|
Überschrift |
|
Kraftvolle Klänge füllen Kreuzeskirche |
|
Text |
|
KraftvolleKlänge füllenKreuzeskirche Werke von Schubert und Bruckner Ein machtvoller Klangkörper, ein großesKonzert: In der Kreuzeskirche trat derStädtische Konzertchor Duisburg zusammen mitMitgliedern der Duisburger Sinfoniker auf. Bruckner und Schubert standen auf dem Plan. Da war der Kirchenraum bis zum Bersten mitTönen erfüllt, die aus vollem Herzen und mitÜberzeugung kamen. Die Deutsche Messe vonSchubert wurde angestimmt. Und man konnte siehören, wie man sie selten erlebt, denn meistbeschränkt man sich auf eine selig-süßeSanctus-Satz-Interpretation. Hier nun ertönte sie als Ganzes voluminös, aus vielen geübtenund gut trainierten Kehlen. Guido Knüsel führte den Stab.Ausdrucksintensität und Dynamik gaben den Ton an. Die Sinfoniker waren hier nicht alsmusikalisch instrumentale Gerüstebauervonnöten. Als gleichberechtigte Partnerergänzte man sich und musizierte aus einemGeist heraus. Auch Bruckners zwei Motetten für Chor,Posaunen, Orgel, Cello und Kontrabaß (1854 und1885) sowie seine drei Graduale-Kompositionenfür gemischten Chor durften gefühlsstark,intensiv und klangüppig ertönen. Innigkeit desAusdrucks ging Hand in Hand mit einer bewußtenund delikaten Tonformung und musikalischen Gestaltung. Orgelstücke von beiden Meistern bildeten einen solistisch instrumentalen Kontrapunkt.Christian Gerharz überzeugte mit seinemprägnanten Spiel. Zwei Werke für drei Posaunen von Brucknerwaren ebenfalls als schlichte, volltönigeWerke zu erleben, deren Klarheit bestach.Großer Applaus. DG |