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vom 01.12.2000 |
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Ein singender Prophet voller Güte und Milde |
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Großes Aufgebot beim fünften Philharmonischen Konzert
in der Mercator-Halle: In Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium
"Elias" waren neben Philharmonikern und Konzertchor gleich zehn
Solisten zu erleben. Der "Elias" erfreut sich bei
Publikum und Chören seit jeher größter Beliebtheit. So verwunderte es nicht,
dem singenden Propheten nach dem Kirchenmusikfest im August innerhalb kurzer
Zeit erneut in Duisburg zu begegnen. Generalmusikdirektor Bruno Weil betonte
stets die lyrischen Schönheiten der Partitur, die ganz entspannt zum Leuchten
gebracht wurden. Fast kammermusikalisch ließ Weil die Philharmoniker
begleiten, so dass sich die Solisten immer frei entfalten konnten. Für den erkrankten Andreas Schmidt war
Klaus Häger von der Berliner Staatsoper unter den Linden in der Titelrolle eingesprungen.
Der junge Bariton gestaltete seine Partie mit nobler Stimme und begriff den
Elias als milden und gütigen Propheten. Selbst in der Auseinandersetzung mit
den Baalspropheten gab er sich nicht fanatisch, sondern moderat. Dramatische Wandlungsfähigkeit zeigte
Barbara Hölz, die sich vom würdevollen Engel in eine furienhafte Königin verwandelte.
Ganz unaufdringlich, fast schon sachlich, gestaltete Jörg Hering seine
Tenorpartie. Mit glockigem Knabensopran verkörperte David Vogelsänger den
Engel. Lediglich Sopranistin Nancy Allen Lundy
hatte hörbare Mühen mit ihrer Partie: Die Sängerin war unsicher und konnte
sich selbst gegen das zurückhaltende Orchester nicht immer durchsetzen. |
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In großer Besetzung und von seiner
beeindruckenden Seite zeigte sich erneut der städtische Konzertchor. Die von
Guido Knüsel einstudierte Vereinigung glänzte mit einer differenzierten
Gestaltung. Ein auftrumpfendes Forte war dem Chor nur an wenigen Stellen erlaubt.
Die Finali, in denen Stimmen und Orchester dann voll auftrumpften und ihre
ganze Pracht entfalten konnten, wirkten umso stärker. Das Publikum war
begeistert. |