WAZ Duisburg
Dielentanz, Gotteslob und Diktat des
Strukturellen
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Bruckners
Gotteslob verfehlte in der architektonischen Größe seine Wirkung selbst in der
sterilen TaM-Akustik nicht, zumal sich der zum
Philharmonischen Chor aufgestiegene Städtische Konzertchor - vom neuen Leiter Marcus
Strümpe gut "eingestellt" – höchst achtbar schlug und das
Solistenquartett mit Romana Noack (Sopran), Laura Nykänen
(Alt), Steve Davislim (Tenor) und Alexandre Vassiliev (Bass) puren Wohlklang bot. Dass die Sopranistin
und der Tenor dabei besondere Akzente setzten, ist schon deshalb erwähnenswert,
da beide kurzfristig eingesprungen waren.
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HAJO
BERNS
Keine pathetischen
Exzesse
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Anton
Bruckners "Te Deum" gehört nicht zu den delikatesten Werken des Komponisten.
Der aufdringliche Jubel-Gestus solcher Lobgesänge lässt sich zwar nicht völlig
eliminieren, aber auch hier hütete sich Darlington vor pathetischen Exzessen,
ging die hymnischen Teile schwungvoll an, zeigte aber offenbar an den zurückhaltenden
Teilen erheblich mehr Interesse. Da hatte das Solisten-Quartett das Sagen, das
mit Romana Noack (Sopran), Laura Nykänen (Alt), Steve
Davislim (Tenor) und Alexandre Vassiliev
(Bass) recht ausgeglichen besetzt war.
Eine
besondere Herausforderung für den Chor bietet das Werk nicht. Und so bekam der
unter Marcus Strümpe neu formierte "Philharmonische Chor Duisburg"
Gelegenheit, sich allmählich auf anspruchsvollere Aufgaben vorzubereiten. Der
Chor bewältigte die technischen Probleme recht sicher, hat aber noch nicht zu
einer befriedigenden klanglichen Homogenität gefunden. Da klingt in den
Piano-Bereichen noch manches schütter. Auf jeden Fall geht es wieder bergauf.
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PEDRO
OBIERA